Sinti und Roma stehen im Fokus rassistischer Anfeindungen. Befeuert werden diese noch durch Publikationen selbsternannter Experten

ARTBRUT

Seien es nun menschenverachtende Plakate der NPD, aufgebrachte Diskussionen bei Facebook oder Demonstrationen von Neonazis: Sinti und Roma stehen im Fokus rassistischer Anfeindungen. Befeuert werden diese noch durch Publikationen selbsternannter Experten wie Rolf Bauerdick. Mit dessen breit besprochenem Buch „Zigeuner.
Begegnungen mit einem ungeliebten Volk“ setzt sich Michael Lausberg in einem Gastbeitrag für Netz-gegen-Nazis.de auseinander.

Von Michael Lausberg

Im Zuge der EU-Osterweiterung 2007 kam es zu einer verstärkten Zuwanderung aus Südosteuropa, darunter auch Roma, vor allem in deutsche Städte wie Berlin, Duisburg, Dortmund oder Mannheim. Seitdem bemühen sich selbsternannte Roma-„Experten“ aus der Mehrheitsgesellschaft wie Rolf Bauerdick, der bundesdeutschen Öffentlichkeit allgemeingültige Wahrheiten über die größte europäische Minderheit in einem essentialistischem Sinne näher zu bringen. In seinem Buch „Zigeuner. Begegnungen mit einem ungeliebten Volk“ kommt Bauerdick in weiten Teilen nicht über die deskriptive Ebene hinaus und zementiert sogar jahrhundertelang tradierte Stereotypen über Sinti und Roma innerhalb der deutschen Bevölkerung.

Die Benutzung des…

Ursprünglichen Post anzeigen 2.429 weitere Wörter

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s