Dokumentiert: Abschiebung einer lesbischen Romni nach Albanien

Am Morgen des 6. Dezember wurde die lesbische Romni Fllanxa Murra (wir berichteten im Oktober über die Ablehnung ihres Asylbescheids), welcher in ihrer Kindheit beide Beine und Teil einer Hand aufgrund eines Unfalls amputiert werden mussten, aus Taucha bei Leipzig nach Albanien abgeschoben. Fllanxa Murra galt als nicht reisefähig und ist selbstmordgefährdet. Ungeachtet dessen wurde am Donnerstag gegen 4 Uhr ihre Wohnung aufgebrochen. Es wurde ihr weder die Möglichkeit gegeben, persönliche Gegenstände noch ihre Prothesen mitzunehmen. Das Vorgehen der Polizei wird scharf kritisiert. Momentan befindet sie sich in einer geschlossenen Psychiatrie in Tirana.

Weitere Informationen siehe den Artikel „Schutzlos ausgeliefert – Abschiebung nach Albanien“ vom 7.12.2018 in der taz.

Es ist unglaublich, wie mit Geflüchteten Menschen umgegangen wird. Der Fall von Fllanxa Murra ist ein besonders krasses Beispiel, wie menschenverachtend und rücksichtslos die Abschiebepolitik der Bundesregierung ist. Wer Genaueres über die Ereignisse seit Fllanxas Flucht aus Albanien, aber auch den Umgang ihrer Familie mit ihrer Homosexualität lesen möchte, findet ausführliche Informationen zu Fllanxa Murra und Abschiebungen nach Albanien im Artikel „Eine von 962 – Albanien als sicheres Herkunftsland“ vom 30.11.2018 in der taz.

Kristina von der Recherchegruppe Maulwurf
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