Veranstaltungshinweis: 60. DOK Leipzig / Film 8, Lenin Avenue

8, Lenin avenue – teaser ENG from Caravane Films on Vimeo.

Im Rahmen des 60. DOK LEIPZIG vom 30. OKTOBER bis 5. NOVEMBER 2017
wird am Donnerstag, den 2. November um 22.15 Uhr im Passage Kino (Wintergarten) der Film 8, Lenin Avenue gezeigt. Der Film ist nominiert für den Filmpreis „Leipziger Ring“.  Es ist nicht der erste Film von Anna Pitoun und Valérie Mitteaux. Die beiden Regisseurinnen hatten bereits 2003 den Film Caravan 55 gedreht, der von den Lebensbedingungen von Roma in Frankreich handelt. In ihrem neuesten Film haben sie die Protagonistin Salcuta Filan  über einen Zeitraum von knapp 15 Jahren begleitet. Der Film soll Hoffnung machen und den positiven Lebensweg einer Romnja nachzeichnen. Im Katalogtext des DOK Leipzig ist Folgendes zu lesen:

Langzeitbeobachtungen haben ihre eigenen Regeln. Oft entwickeln sie sich aus vorherigen Filmen und dem anhaltenden Kontakt zu den Gefilmten. Anna Pitoun und Valérie Mitteaux haben das Schicksal ihrer Protagonistin Salcuta Filan über fast 15 Jahre mit der Kamera begleitet. Das erlaubt ihnen, einen großen Erzählbogen zu spannen und Entwicklungen aufzuzeigen. Die ersten Bilder, in denen die Bürger von Achères, einer Gemeinde nordöstlich von Paris, ein Roma-Lager vor der Räumung schützen wollen, wurden 2003 gedreht. Damals entstand „Caravan 55“, ein erster Film über Salcuta und ihre beiden Kinder Denisa und Gabi.

Die Regisseurinnen wollen zeigen, dass Integration sehr wohl möglich ist, und zwar auch für Roma, denen größere Vorurteile als anderen Zuwanderern entgegenschlagen. Rechten Populisten dienen sie als Sündenböcke, an denen sich politische Exempel statuieren lassen. Trotz der herzlichen Helferinnen und Helfer, die Salcutas Familie in echter Freundschaft verbunden sind, werden auch alltäglicher Rassismus und Anti[roma]ismus deutlich, ebenso der Rechtsruck der letzten Jahre, der das gesellschaftliche Klima in Frankreich veränderte. Dennoch entwickelt sich Salcuta von einer schüchternen, alleinerziehenden Witwe zu einer selbstbewussten Matriarchin, die für ihre Rechte kämpft. In Frankreich findet sie eine Stimme, die sie als Romni in ihrer Heimat Rumänien nie hatte.

Sirkka Möller

Hier findet ihr ein Interview in Englisch mit den beiden Regisseurinnen.

Siehe Programmheft Seite 22.

(Kristina von ecoleusti)

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