Begegnung mit einer Künstlerin: Marika Schmiedts Film „Warum die Wunde offen bleibt“

Komparativität.

ARTBRUT

VonSebastian Bubner

Begegnungen / Phantasmen

Als ich das erste Mal über Marika Schmiedts Kunst stolperte, es waren die später dann von Rassist_innen inkriminierten Linzer Plakate, war ich sofort begeistert von ihrer Bildsprache mit ihrer einfachen schnörkellosen anklagenden Beredsamkeit.
Wenn bei emanzipatorischer politischer Kunst jemand nach dem Staatsanwalt schreit, dann ist das ein Gütemerkmal. Bei Marika Schmiedt schrien viele. Es ist eine Kunst, die eingreift in die Wirklichkeit mit ihren Bildern und Texten. Es ist Kunst, die ganz in ihrer Wirkungsabsicht aufgeht, eben weil sie diese Wirkung erzielt.

Als ich das erste Mal über Marika Schmiedts Kunst stolperte, war da Sympathie, gleiche Wellenlänge. Jetzt soll ich über Marika Schmiedts Kunst schreiben. Und da schiebt sich gleich einiger Zweifel in mein Verhältnis zur Künstlerin und ihrer Kunst: Was weiß ich eigentlich über das Expertinnentum aus Erleiden? Was weiß ich über Roma, deren Selbstschutz oft auch darin bestand zu sagen: Worüber man…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.983 weitere Wörter

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ein Kommentar

  1. alice d. · · Antwort

    Danke für diesen Text.

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