Ungebrochener Rassismus in Tschechien

Vor knapp sieben Jahren, am 13.6.2009, verübten Neonazis einen Brandanschlag auf das Haus der Familie Sivák im tschechischen Vítkov. Dabei wurden drei Familienmitglieder verletzt. Am schlimmsten traf es die damals zweijährige Natalie. Sie erlitt schwere Verbrennungen an 80% ihres Körpers und es gab unmittelbar nach dem Anschlag kaum Chancen auf ein Überleben (siehe auch den Dokumentarfilm über den Vorfall). Trotzdem überlebte Natalie, auch wenn sie viele Operationen über sich ergehen lassen musste. Unter anderem wurden ihr in Folge der Verbrennungen drei Finger amputiert. Heute ist Natalie ein gewöhnliches Schulkind, das jedoch nachwievor regelmäßig ins Krankenhaus muss.
Die Familie wird immer wieder rassistisch beleidigt und öffentlich angegriffen. Häufig, so wie das hier dokumentierte facebook-Kommentar (das mittlerweile gelöscht wurde) zeigt, sind Hass und Häme grenzenlos und machen auch vor der Herabwürdigung von Natalie keinen Halt.

Natalka fb kommentar

Übersetzung des facebook Kommentars:
Alle „Zigeuner“ sollen verbrennen genauso wie Natalie:-) welchen Sinn hat ihr Leben jetzt, da sie verbrannt ist, ohne Finger, unfähig und noch schwärzer als vorher?

Stopp dem Antiromaismus! Für eine Gesellschaft der Gleichen und Freien! Gegen jedwede Diskriminierung!

Weitere Informationen:

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