Solidaritätsgrüße nach Hamburg (St.Michaelis): Alle Roma bleiben!

Hiermit solidarisiert sich die Recherchegruppe Maulwurf mit den in der St. Michaelis Kirche (Hamburg) protestierenden und von Abschiebung bedrohten Roma! Das Postulat der s.g. sicheren Herkunftsländer ist gerade in Anbetracht deutscher Schuld an Verfolung von (Sinti und) Roma während und nach dem Zweiten Weltkrieg aber auch in jüngster Geschichte blanker Zynismus. Roma werden in den ehemaligen Teilstaaten Jugoslawiens systematisch vom Gesundheits-, Bildungs-, allg. Sozialwesen sowie vom Arbeits- und Wohnungsmarkt ausgeschlossen. Weder akzeptieren wir das, noch nehmen wir hin, dass große Teile der deutschen Bevölkerung der Bundesrepublik D scheinbar völlig entsolidarisiert mit der größten Minderheit Europas umzugehen wissen. Die jahrhundertelange Verfolgung von als Z Wort stigmatisierten Menschen muss endlich ein Ende finden! Hierfür sehen wir die Mehrheitsgesellschaft in der Verantwortung. Der Notstand der Roma in Europa muss von den europäischen Regierungen als Problem erkannt und von ihnen auch gelöst werden, die Minderheit der Roma trifft hier keinerlei Schuld! Neueste Publikationen wie die von dem Antisemitismusforscher Wolfgang Benz beleuchten dies nur allzu deutlich. Wer Vorurteile und einstudierte Sozialisationsstereotypen als Maßstab einer demokratischen Politik macht hat den Kern demokratischer Gesellschaft weder verstanden, noch scheint er_sie_es bereit zu sein, die Werte eines friedlichen Miteinanders verteidigen zu wollen! Menschen in Not muss geholfen werden, anstatt sie an Maßstäben wirtschaftlicher Verwertbarkeit zu messen. Jeder neue Mensch ist eine Möglichkeit, Zukunft anders, ja besser gestalten zu können. Menschen sind keine Probleme, sondern winzige Bausteine der Hoffnung, dass sich in dieser durch Krieg, Hunger und Not zerrütteten Welt etwas ändern kann!

am Denkmal

Wir senden daher herzliche Grüße nach Hamburg zu „Romano Jekipe Ano“, wünschen euch maximale Erfolge und sind in Gedanken bei euch! Haltet durch! Solidarität ist eine Waffe!

Michael_A und Kristin_A von der Recherchegruppe Maulwurf Leipzig


Weitere Informationen zu „sicheren Herkunftsländern“ bei PRO ASYL

Information zum Denkmal „Geschlagener“ hier

Literatur Wolfgang Benz: Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit, Berlin 2014.

FB Seite von Romano Jekipe Ano Hamburg

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3 Kommentare

  1. […] Hiermit solidarisiert sich die Recherchegruppe Maulwurf mit den in der St. Michaelis Kirche (Hamburg) protestierenden und von Abschiebung bedrohten Roma! Das Postulat der s.g. sicheren Herkunftsländer ist gerade in Anbetracht deutscher Schuld an Verfolung von (Sinti und) Roma während und nach dem Zweiten Weltkrieg aber auch in jüngster Geschichte blanker Zynismus. Roma werden in den ehemaligen Teilstaaten Jugoslawiens systematisch vom Gesundheits-, Bildungs-, allg. Sozialwesen sowie vom Arbeits- und Wohnungsmarkt ausgeschlossen. Weder akzeptieren wir das, noch nehmen wir hin, dass große Teile der deutschen Bevölkerung der Bundesrepublik D scheinbar völlig entsolidarisiert mit der größten Minderheit Europas umzugehen wissen. Die jahrhundertelange Verfolgung von als Z Wort stigmatisierten Menschen muss endlich ein Ende finden! Hierfür sehen wir die Mehrheitsgesellschaft in der Verantwortung. Der Notstand der Roma in Europa muss von den europäischen Regierungen als Problem erkannt und von ihnen auch gelöst werden, die Minderheit der Roma trifft hier keinerlei Schuld! Neueste Publikationen wie die von dem Antisemitismusforscher Wolfgang Benz beleuchten dies nur allzu deutlich. Wer Vorurteile und einstudierte Sozialisationsstereotypen als Maßstab einer demokratischen Politik macht hat den Kern demokratischer Gesellschaft weder verstanden, noch scheint er_sie_es bereit zu sein, die Werte eines friedlichen Miteinanders verteidigen zu wollen! Menschen in Not muss geholfen werden, anstatt sie an Maßstäben wirtschaftlicher Verwertbarkeit zu messen. Jeder neue Mensch ist eine Möglichkeit, Zukunft anders, ja besser gestalten zu können. Menschen sind keine Probleme, sondern winzige Bausteine der Hoffnung, dass sich in dieser durch Krieg, Hunger und Not zerrütteten Welt etwas ändern kann! Quelle: Solidaritätsgrüße nach Hamburg (St.Michaelis): Alle Roma bleiben! […]

  2. Ricky Burzlaff · · Antwort

    Vielen Dank für diese wichtige Aktion! Der Verein „Verantwortung für Flüchtlinge e.V,“ schließt sich der Solidarität mit den in der Hamburger St. Michaelis-Kirche protestierenden Roma, die von der Abschiebung bedroht sind, ebenfalls an.
    „Die jahrhundertelange Verfolgung von als Z Wort stigmatisierten Menschen muss endlich ein Ende finden! Hierfür sehen wir die Mehrheitsgesellschaft in der Verantwortung. Der Notstand der Roma in Europa muss von den europäischen Regierungen als Problem erkannt und von ihnen auch gelöst werden, die Minderheit der Roma trifft hier keinerlei Schuld!“

  3. solidarität ist eine waffel!

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