Veranstaltung: „Abgeschoben – ohne Identität und Perspektive?“ am 8.7.2014 in Konstanz (esPRESSo Blog Jürgen Weber)

A5_Flyer_esPRESSo-Bericht_Mazedonien

 

Quelle: http://www.juergenweber.eu/pages/posts/veranstaltung–abgeschoben—ohne-identitaet-und-perspektive–343.php Zugriff 29.6.2014 23:04 Uhr.

 

Hintergrund:

 

Spenden werden zur nach Mazedonien abgeschobenen Familie O. gebracht

Die Anteilnahme für die Familie O. aus der Konstanzer Steinstraße und die Empörung über die nächtliche Abschiebung vom 20. Mai 2014 nach Mazedonien ist innerhalb der Bürgerschaft groß. Alle vier Mädchen (7 bis 13 Jahre) der Familie gingen an Konstanzer Schulen oder waren beispielsweise in Projekten engagiert.
Nun soll der Familie von Konstanz aus geholfen werden und es wurden erste Spenden gesammelt. Vor dem Sammellager in der Steinstraße (Foto) wurden diese nun dem Konstanzer Journalisten Jürgen Weber übergeben. Weber hat die Familie in der Nähe der südmazedonischen Stadt Strumica ausfindig gemacht. Nun reist er am 28. Juni 2014 nach Mazedonien und wird Spenden und kleine Geschenke aus Konstanz überbringen. Geldspenden von insgesamt 1.190,- Euro kamen bislang vom Konstanzer Unternehmer Timo Schneeweis, der Evangelischen Frauenarbeit im Kirchenbezirk Konstanz, der Diakonie und dem Freundeskreis Asyl in Radolfzell sowie von einigen Privatpersonen.
Mit im Gepäck wird Jürgen Weber auch eine Kiste mit selbstgemalten Bildern und Briefen von Freundinnen und Freunden der Kinder haben. Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne hat diese mit den Kindern erstellt sowie Material zum Malen und Hygieneartikel für die Kinder eingepackt. Irmi Wette und Timo Schneeweis brachten ihre Empörung über die nächtlichen Abschiebungen bei der Spendenübergabe nochmals zum Ausdruck. Unter menschlichen Gesichtspunkten sei diese Praxis unakzeptabel. Schneeweis forderte auch Behördenvertreter zur Zivilcourage auf.
Jürgen Weber will der Familie nicht nur Spenden, Geschenke und jede Menge solidarischer Worte und Grüße aus Konstanz mitbringen. Der Konstanzer steht in Kontakt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort und will mit einem Anwalt in Mazedonien bewirken, dass die Roma-Familie nicht weiteren Diskriminierungen ausgesetzt bleibt. Konkret wurden der Familie bei Einreise durch die mazedonischen Behörden die Pässe abgenommen. Das erschwert Arbeits- und Wohnungssuche und verhindert den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Schwere Verstöße gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Weber hat auch Schulbescheinigungen der bislang besuchten Konstanzer Schulen bei seinen Unterlagen und will erreichen, dass eine Aufnahme der vier Mädchen in örtliche Schulen noch in seinem Beisein realisiert wird. Der Schulbesuch für die Konstanzer Roma-Kinder wurde von den Behörden mit dem Hinweis verweigert, die Kinder hätten bislang auch keine Schulbildung erhalten.

Quelle: http://www.juergenweber.eu/pages/posts/spenden-werden-zur-nach-mazedonien-abgeschobenen-familie-o.-gebracht-341.php 29.6.2014 23:07 Uhr.

 

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ein Kommentar

  1. […] mit Jürgen Weber. Im Rahmen seiner Reise übergab der Journalist auch die zuvor bei einer Veranstaltung gesammelten Spenden an die Familie Osmanov (siehe hier ein kurzer Bericht […]

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